Urlaub mit verschiedenen Hunden

Meine Familie und ich sind mit meinem Hund (ich habe inzwischen einen eigenen) und dem meiner Schwester (Tobi, über den ich schon einige Male hier berichtet habe) für eine Woche in den Urlaub nach Tirol in Österreich gefahren. Außerdem ist noch eine Freundin der Familie mit ihrem eigenen Hund (Ferdi) mit dabei. Dass ein gemeinsamer Urlaub mit drei Hunden, von denen sich zwei bereits einige Jahre kennen und lieben, probmelatisch wird, hätten wir uns eigentlich denken können, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt…

Hier ist mal eine kurze Übersicht der anwesenden Hunde:

Als die Hunde das erste Mal aufeinander trafen, haben Tobi und Lusy den armen Ferdi verbellt, als müssten sie uns – bzw. ein Leckerchen – bis auf den Tod verteidigen. Auch später wurde die Situation nicht leichter: Rüde Tobi hat Rüde Ferdi ständig verbellt. In demselben Raum konnten wir die Hunde daher nur angeleint halten. Das erleichtert natürlich diverse Aktivitäten wie essen, trinken, unterhalten, atmen ungemein.

Wir schöpften neue Hoffnung, als meine Hündin Lusy und Rüde Ferdi am fünften Tag anfingen, im Garten miteinander zu spielen. Als sie das danach im Haus weiterführen wollten, waren wir natürlich hell erfreut – und die Möbel erst! An der Rüden-Front ist ebenfalls eine Verbesserung zu bemerken: Sie haben zwar noch keinen Frieden miteinander geschlossen, allerdings wedeln sie jetzt beide mit dem Schwanz, während sie sich anknurren und verbellen.

Unser Fazit:
Nach sechs Tagen haben sich die Hunde etwas aneinander gewöhnt, aber von Entspannung ist weit und breit keine Spur. Vielleicht hätten wir das Experiment „Urlaub mit verschiedenen Hunden“ von vorneherein anders angehen und eventuell auch etwas recherchieren sollen, anstatt sie (und uns) einfach ins kalte Wasser zu werfen. Dabei kommt es natürlich immer auch auf die Charaktere der Hunde an. Die Rüden, die wir hier zusammengeworfen haben, sind beide nicht aggressiv – im Gegenteil: Sie sind äußerst liebenswert, verschmust und eher unterwürfig. Ich persönlich würde davon abraten, Hunde auf diese Art und Weise zusammenzubringen, die sonst zu dominantem Verhalten neigen und aggressiv sind.

Wer sich dennoch entscheidet, mit einem bestehenden Rudel und einem weiteren unbekannten Hund gemeinsam in den Urlaub zu fahren, sollte verschiedene Dinge in den Koffer packen: Ohropax, Kopfschmerztabletten, falls das Ohropax versagt, Armmuskeln, ggf. Schnaps, um die Nerven zu beruhigen, und viiiiel Geduld.

Ich freue mich über eure Kommentare mit eigenen Erfahrungen in ähnlichen Situationen! 😉

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