Appell an alle notorischen Autotippser

In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es mindestens zwei Leute, die beim Autofahren SMS bzw. WhatsApp-Nachrichten schreiben, und ich denke, jeder kennt jemanden, der das macht. Wahrscheinlich kennen diese Menschen auch die rechtlichen Konsequenzen, sollten sie erwischt werden:

Wer mit dem Mobiltelefon in der Hand oder allgemein beim Benutzen des Handys während der Fahrt erwischt wird, hat mit einem Bußgeld [60 €] und einem Punkt in Flensburg zu rechnen. (Bussgeldkatalog)

Mit einer Freisprecheinrichtung ist das Telefonieren am Steuer allerdings erlaubt, daher empfehle ich das allen notorischen Autotippsern. Dabei muss man zwar auch kurz auf das Handy gucken, um die Nummer herauszusuchen und anzurufen, aber das geht noch verhältnismäßig schnell. Nummer wählen also trotzdem bitte nur an einer roten Ampel.

Es sind allerdings nicht nur das Bußgeld und der Punkt in Flensburg zu bedenken, denn beides wird nur zum Problem, wenn ihr erwischt werdet, was leider noch viel zu selten passiert. Viel wichtiger ist, dass ihr euch selbst, Beifahrer und andere Autofahrer mit dem Getippe auf dem Handy umbringen könnt. Ich glaube, es gibt nicht allzu viele Menschen, die mit dem Wissen, jemanden getötet zu haben, weiterhin fröhlich durchs Leben gehen könnten. Außerdem macht sich derjenige damit:

(…) womöglich einer fahr­lässigen Körperverletzung schuldig. Schlimms­tenfalls muss er sich sogar wegen fahr­lässiger Tötung verantworten. (Quelle)

Wer sich trotz meiner Bemühungen hier nicht bekehren lassen will, sollte aus Rücksicht auf andere in solchen Situationen zumindest kurz am Rand anhalten oder den Handygebrauch auf Wartezeiten an einer roten Ampel beschränken. Das ist zwar auch nicht erlaubt (außer am Straßenrand mit abgeschaltetem Motor) und hätte ein Bußgeld zur Folge, aber gefährdet wenigstens nicht die Leben der Insassen oder anderen Autofahrer in eurem Umkreis. Denn das schlimmste, das dabei passieren kann, ist, dass ihr eine Grünphase verpasst und dafür mit einem Hupkonzert belohnt werdet.

Tippen tötet

Kampagne: „Tippen tötet“

Videos zu diesem Thema (wie auch dieses von N24) guckt sich niemand gerne an, manche sind vielleicht sogar genervt, denn eigentlich wissen sie ja, wie gefährlich das Auto-Texten ist. Insbesondere die Dauerautotippser sollten aber doch einmal sehen, was sie mit ihrem Verhalten anrichten können und welche Konsequenzen es haben kann. Seht es vielleicht mal von dieser Seite:

Was würdet ihr empfinden, wenn ein geliebtes Familienmitglied oder ein guter Freund sein Leben verlieren müsste, weil irgendein Wildfremder zu sehr von seinem Handy abgelenkt war und dadurch nicht richtig aufgepasst hat?

PS: Die Übersetzung stimmt nicht ganz: Der Polizist sagt am Ende:

…aber hätte ich gesehen, dass sie beim Autofahren Nachrichten schreibt, und ihr einen Strafzettel gegeben, hätte genau das vielleicht ihr Leben retten können.

Bitte bitte bitte überlegt also in Zukunft, wieviele Leben ihr durch das Tippen am Steuer negativ beeinflussen könnt. Dazu zählen eben nicht nur die direkten Unfall-Opfer, sondern auch die Angehörigen.

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