Vom inneren Schweinehund zum Schoßhündchen

We can do it klein

Vor kurzem habe ich mal über das Thema Dinge aufschieben geschrieben, meine Oma nennt das übrigens: noch am Beckenrand stehen. 😊 Jetzt hatte ich die Idee, ich könnte eigentlich echt mal versuchen, alles sofort zu erledigen: eine kleine Challenge also mit dem Ziel, den inneren Schweinehund in ein liebes, braves Schoßhündchen zu verwandeln. Erst wollte ich das einen Monat lang machen, aber es ist vielleicht sinnvoller, doch erst einmal klein anzufangen: mit einer Woche.

Nachdem ich das dann noch über eine Woche vor mir hergeschoben hatte, dachte ich mir: Montag fange ich mal an! 💪 Montag ist wirklich ein guter Tag, um mit irgendetwas anzufangen oder? Als erstes habe ich mir hoch motiviert eine To-do-Liste gemacht und auch tatsächlich zwei wichtige Anrufe direkt nach Frühstück, Kaffee und einer Folge Beauty and the Beast abgehakt.

Als nächstes standen die Hausaufgaben für den Schwedischkurs an der Volkshochschule an — die von letzter und dieser Woche. 😇 Ich bin nicht sicher, wie es passiert ist, aber noch bevor ich das Buch aufgeklappt hatte, war ich bei Twitter, um Marvel zu folgen. Beauty and the Beast könnte ich dort eigentlich auch folgen. (Achtung Spoiler) Was soll das heißen JT (eine der Hauptfiguren) hört auf?? 😱 Wie soll ich mich denn jetzt noch auf Schwedisch konzentrieren? Als mir wieder einfiel, dass ich eigentlich alles ohne Aufschieben sofort erledigen wollte, habe ich mich berappelt, und nur eine halbe Stunde später hat es dann doch noch geklappt mit den Schwedisch-Aufgaben. Echt schwierig das Ganze!

Eine Woche später:
Ich bin bekehrt! Ich habe in dieser Woche gelernt, meine Hausaufgaben für Schwedisch so schnell wie möglich zu erledigen. Auch das Staubsaugen habe ich nicht mehr aufgeschoben! 💪 Das fühlt sich echt gut an, weil ich jetzt nicht mehr ständig diese nervige Stimme im Kopf habe:

Mach deine Aufgaben! Mach sauber! Du bist so faul und so ein Nichtsnutz, kriegst nichts auf die Reihe! 😠

Leider ist das auch das Einzige, was ich in dieser Hinsicht in der vergangenen Woche gelernt habe. Sobald es nämlich darum ging, Dinge zu machen, die mir sehr unangenehm waren oder vor denen ich sogar Angst hatte, habe ich kläglich versagt. 😧 Ich denke allerdings, dass dieser erste Versuch ein Schritt in die richtige Richtung war. Zumindest kann ich mich jetzt dazu aufraffen, normale Aufgaben schnell hinter mich zu bringen, die nervig sind und die ich nur aufschiebe, weil ich zu faul bin, sie zu machen.

Was Dinge angeht, vor denen ich Angst habe: Ich bin endlich über meinen Schatten gesprungen und habe ein paar Bewerbungen rausgeschickt. Es ist nur ein Anfang, aber den habe ich gemacht. Das, was ich mich jetzt noch nicht getraut habe, schaffe ich dann vielleicht nächste Woche. 😊

Gewichte-SmileyMein Rat ist daher heute:
Mit Kleinigkeiten und einfachen Aufgaben anfangen und sich für jeden noch so winzigen Erfolg innerlich (oder vorm Spiegel 😛) unglaublich loben. Tut wirklich gut! 👍😉

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