Da rennt der Jo-Jo-Effekt

fit+fun

Viele haben es schon versucht, viele sind daran gescheitert. Leute, die glauben, mit einer Diät dauerhaft Gewicht verlieren und anschließend genauso weiter essen zu können wie davor, werden scheitern. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sie alles oder sogar mehr von den schwer abgearbeiteten Pfunden schnell wieder auf den Hüften, am Bauch oder Hintern haben, sobald die Diät dann endlich vorbei ist. Denn jetzt kommt der Heißhunger, da der Körper über längere Zeit zu wenig bzw. nicht das richtige Essen bekommen hat. Und schon rennt der Jo-Jo-Effekt einem fröhlich in die Arme und lässt so schnell auch nicht mehr los.

omg wie peinlich!!

Das Bild (2010) ist mir schon etwas peinlich.

Ich habe mich vor einigen Jahren für eine Diät entschieden, als ich mich einfach nur noch ekelhaft fand und meine Waage 83 Kilo angezeigt hat. Ich bin ziemlich sicher, dass sie auch ein wenig hämisch gelacht hat dabei. Angefangen habe ich mehr oder weniger mit fdh („Friss die Hälfte“), vermutlich war es sogar weniger: zwei Scheiben Vollkornbrot mit Käse zum Frühstück und dann noch einmal das gleiche nachmittags gegen vier Uhr. Außerdem habe ich mir immer eine Süßigkeit (Milka Tender) pro Tag erlaubt, weil ich auf Schokolade einfach nicht verzichten kann.

Das ist echt wenig, und ich hatte auch ständig Hunger in dieser Zeit, wodurch ich sehr viel Kaffee getrunken habe, um wenigstens kurz das Gefühl eines gefüllten Magens zu haben. Gesund ist echt anders, aber immerhin habe ich es versucht — und auch Erfolg gehabt. Mit dieser Methode habe ich in zehn Monaten 15 Kilo abgenommen. Trotzdem empfehle ich keinem, das nachzumachen, da es für mich, meinen Körper und auch meine Freunde sehr anstrengend war.

Für meine Freunde war es das deshalb, weil ich z. B. nicht mitgegangen bin, wenn sie etwas essen gehen wollten. Ich wusste genau, dass ich ihnen nicht beim Essen von leckeren Sachen einfach nur zugucken kann. Wenn jemand bei mir zu Besuch war, konnte ich auch nur Wasser, Kaffee, Tee und Brot anbieten (von dem Milka Tender hätte ich nie etwas hergegeben, meins!! 😉😇). Eine Freundin wollte sich einmal eine Pizza bestellen, als sie bei mir war, und ich musste ihr dann sagen: Nee sorry, das geht nicht. Dann musst du nach Hause gehen und sie dir da bestellen. Das war sicher nicht immer leicht für die anderen. :/

September 2015

September 2015

Inzwischen habe ich (bis auf ein paar kleine Rest-Pölsterchen hier und da, an denen ich noch fleißig arbeite) meine Wohlfühlfigur erreicht. Da ich nicht alleine ins Fitnessstudio gehen wollte, habe ich meine Mutter überredet, mitzukommen, dann haben wir gemeinsam meinen Vater mitgeschleift, und seit ein paar Wochen ist auch meine Schwester dabei.

Wir haben alle große Fortschritte gemacht, gehen gerne dorthin und fühlen uns sehr wohl (klingt etwas nach einer Fernseh-Werbung), was sicher auch auf dem Beitragsbild zu sehen ist.

Geschafft haben wir es mit der Hilfe von:

  1. einem richtigen Fitnessstudio: Damit sind nicht DNS, McFit und dergleichen gemeint. Ich habe mich für eins entschieden, das den Fokus nicht aufs Pumpen legt, sondern darauf, effizient und gesund zu trainieren. Die Studio-Qualität erkennt man im Übrigen schnell an der Klientel: kaum bis gar keine sich ständig im Spiegel bewundernde Goldkettchen-Träger und dafür viele Normalos und auch deutlich ältere Leute, die man nicht beim Fitness erwartet. Solche Studios sind in der Regel etwas teurer (um die 50 €), aber die Investition lohnt sich. Achja, wichtiger Punkt: nicht nur im Studio anmelden, sondern auch regelmäßig hingehen! 😋 😜
  2. richtiger Ernährung*:
    – Drei Mahlzeiten pro Tag, mindestens vier und maximal sechs Stunden dazwischen
    – Frühstück: Haferflocken (natürlich nicht mit Butter) oder Vollkornbrot
    – Mittags und abends: viel Gemüse und jeweils max. 150g mageres Fleisch, Fisch oder Tofu
    – Keine Fertigsaucen
    – Kohlenhydrate nur an Trainingstagen mittags, aber nie abends (z. B. Obst, Kartoffeln, Vollkornnudeln oder -reis)
    – Keine Zwischenmahlzeiten und auch keine Süßigkeiten.
  3. Schlemmertag: Nach ein paar Wochen der Umgewöhnung kann alle zwei bis drei Wochen ein Tag eingeführt werden, an dem gegessen wird, was das Herz begehrt: Schokolade, Chips, Burger, Döner, zum Griechen gehen etc. Es sollte einem aber bewusst sein, dass man sich am Tag danach nicht gut fühlen wird (wenn man es übertrieben hat, so mache ich es jedenfalls immer 😁😜). Man wird auch sicher ein bis zwei Kilo mehr wiegen am nächsten Morgen, besonders wenn man abends viel gegessen hat (ist ja auch logisch, irgendwo muss das Zeug ja noch sein). Zur Reinigung wird am Tag darauf ein Obst- und Gemüsetag gemacht.
  4. Unterstützung: Eine Umstellung der kompletten Lebensweise alleine zu machen, ist nicht wirklich motivationsfördernd. Wenn die Möglichkeit besteht, ist es angenehmer, gemeinsam mit jemand anderem anzufangen. Ins Fitnessstudio zu gehen, macht auch mit mindestens einer weiteren Person mehr Spaß. Außerdem hat man dann eine feste Verabredung und kommt dadurch leichter von der Couch runter, weil man sonst ja absagen müsste.
  5. einem „Tagebuch“: Damit ist hier nicht gemeint „Liebes Tagebuch, heute habe ich Sport gemacht…“, sondern das Gewicht (vielleicht auch Bauchumfang etc.) aufzuschreiben. Das dient der Motivation, und man sieht daran auch gut, dass gewisse Schwankungen normal sind. Das kann nämlich schon echt frustrierend sein, wenn man abends wenig gegessen und am nächsten Morgen trotzdem fast ein Kilo mehr auf der Waage hat. 😱😕 Deshalb ist es außerdem sehr hilfreich, wenn es in eurem Studio eine Körperanalyse-Waage gibt, die euch neben eurem Gewicht auch den Körperfett- und Muskelanteil anzeigt. 💪
  6. Fortschritt-Dokumentation: Ich habe (fast) von Anfang an immer mal Fotos von mir gemacht (von vorne und von der Seite). Wenn man irgendwann einmal absolut unmotiviert ist und nicht weiß, ob es das alles Wert ist, kann man sich die Fotos angucken und sehen, was man schon alles geschafft hat. Mich schockiert es heute noch ein bisschen, wenn ich sie mir mal wieder angucke, und dann bin ich sooo froh und dankbar, dass ich nie aufgegeben habe.
  7. Disziplin: Die ist wirklich sehr wichtig. Manche sagen gerne „Ach die eine kleine Ausnahme schadet dir doch nicht gleich.“ Das sind meiner Erfahrung nach zwei Arten von Menschen: Die einen sind die, die noch nie erfolgreich und dauerhaft abgenommen haben, und  die anderen die, die noch nie eine Diät bzw. Ernährungsumstellung machen mussten, weil sie ihr Leben lang dünn waren (ekelhaft 😜😉). Also: Ausnahmen müssen Ausnahmen bleiben, sonst ist der Erfolg nicht von Dauer. Es ist nämlich seeeehr leicht, wieder in alte Muster zu verfallen. 🍫 🍪 🍩 🙌
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Für Leute, die genauso wie ich auf Süßes nicht verzichten können, empfehle ich Schoko-Proteinriegel. Klingt jetzt nicht so wahnsinnig toll, ist aber ein guter Ersatz, bis der nächste Schlemmertag kommt. Mir schmeckt der rechts abgebildete am besten.

Ich weiß, dass es schwer ist, sich zu einer so drastischen Änderung der Lebensweise zu entschließen, aber wer es gar nicht erst versucht, kann auch nie Erfolg haben oder? Wage den ersten Schritt, und wenn du das geschafft hast: Bleib dabei und such dir immer wieder neue Motivationsquellen. 💪 💪 💪 💪 💪


* Zu der Ernährungsweise könnte ich noch viel mehr Details nennen, ich weiß aber nicht, ob ich das darf (hoffentlich hab ich nicht schon zu viel verraten 🙈😱). Ich habe nämlich in meinem Fitnessstudio bei dem Ernährungsprogramm von Toni mitgemacht, und das kostet natürlich Geld. Ich will da also nicht mehr zu sagen und möglicherweise in Schwierigkeiten kommen, entschuldigung. 😊

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4 Kommentare zu “Da rennt der Jo-Jo-Effekt

  1. Schwito wann haben wir einen Termin im Fitnesscenter??? ich muss auch so 1 bis 30kg abnehmen *g* gut geschrieben übrigens…wir wissen ja eigentlich eh alle wie es geht.. aber die kleinen Teufelchen die überall sitzen und sagen los iss mich schnell… ich schmecke so gut.. tu es los tu es jetzt.. die machen die Sache leider nicht leichter. und wenn man so gerne ißt wie meinereiner dann wirds noch schwerer… aber ich versuch mal 100g abzunehmen…es ist nämlich so wie die Dinge beginnen.. klein und bescheiden….immer weiter so liebe Winni..

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