Ehrlich, ich mach’s morgen!

Als ich vor ein paar Tagen eigentlich einen ganz super tollen Bewerbungstext hätte formulieren müssen und stattdessen einen Blog-Eintrag geschrieben habe, hatte ich die Idee, einen Eintrag über Prokrastination zu schreiben. Das hab ich dann aber immer wieder aufgeschoben, was viel Zeit in Anspruch genommen hat und auch sehr anstrengend war, wodurch ich jetzt erst dazu komme.

Prokrastination ist im Deutschen ein eher unüblicher Begriff (ich kenne ihn auch nur aus dem Englischen procrastination), bei uns sagt man dazu eher etwas aufschieben oder vor sich herschieben. Das ist leider ein weit verbreitetes Problem, ich denke besonders unter den jüngeren Generationen. Manche lernen es irgendwann, andere nie. Man liest auch ständig von ganz tollen Tipps, wie man nichts mehr aufschiebt, daher möchte ich mal etwas Neues versuchen, man soll ja schließlich immer nach Höherem streben:

5 Tipps für effektives Aufschieben:

  1. Notwendigkeit: „Muss ich das wirklich machen? Ist es tatsächlich so wichtig?“ Es ist äußerst wichtig für den professionellen Aufschieber, zu wissen, ob die Möglichkeit besteht, dass diese Fragen mit „nein“ beantwortet werden könnten. Ist das nämlich der Fall, muss man das Thema gar nicht weiter verfolgen.
  2. delegieren: War die Antwort auf die vorigen Fragen „ja“, sollte man noch prüfen, ob es jemand anderen gibt, dem man das zu erledigende anvertrauen kann. Schließlich sollen die anderen ja auch die Chance bekommen, etwas zu erreichen und dazuzulernen, ich kann’s ja schon und will sicher niemandem im Weg stehen. Der Nachteil an Punkt 1 und 2 ist leider, dass ein wichtiger Prozess des Aufschiebens nicht wahrgenommen werden kann: das ständige Nachdenken darüber, was man alles noch machen muss.
  3. ablenken: Wenn es nicht möglich ist, die anstehende Aufgabe einfach nicht zu machen oder abzugeben, hilft es sich abzulenken. Das kann durch Freunde passieren oder einen Film oder vielleicht sogar ein neuer Blog-Eintrag.
  4. morgen: Musst du wirklich heute darüber nachdenken, ob und wann du das erledigst, oder hat das auch bis morgen Zeit?
  5. Montag: Wenn man alle anderen Punkte abgehakt hat, kommt der wichtigste von allen, und der ist wirklich sehr einfach: Egal, welcher Wochentag gerade ist, mach es immer nächsten Montag, auch wenn gerade Montag ist. Das kann dann immer so fortgeführt werden, von einem Montag zum nächsten.

Ich hoffe, ich konnte euch helfen, und ihr könnt Dinge jetzt noch besser aufschieben als vorher. 😉 Nee macht das mal nicht, aufschieben ist echt nicht gut und führt zu nichts. Denkt einfach nicht darüber nach, wie wenig Lust ihr habt, etwas zu tun. Macht es einfach! Am besten ab Montag…

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5 Kommentare zu “Ehrlich, ich mach’s morgen!

  1. Pingback: Nicht jetzt | Lorbeerblaettchen

  2. Ich mach mir immer meine Liste was noch getan werden muss…die Sachen, die ich nicht so gern mache, erledige ich meist als erstes – dann ist das weg und ich kann mich auf die schönen Sachen konzentrieren 😉
    Aber toller Beitrag!!!
    LG

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